GEORG STAHLHUTH & CO.M.B.H. ORGELBAUANSTALT - 52070 Aachen - Krantzstraße 7/Halle 20
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1964  
Zum 100jährigen Bestehen der Firma in Aachen fand die Einweihung der Orgel der Ev. Kirchengemeinde Mittelmeiderich statt.
Es war bis dahin die größte Orgel, mit 43 Registern, die nach dem 2. Weltkrieg gebaut wurde.
Die Disposition übernahm Prof. Dr. Hans Klotz. In seiner Fachliteratur „Buch der Orgel“ wurde die vollständige Disposition der Orgel mit einigen Erläuterungen abgedruckt.


Beim Aufräumen eines Dachbodens in einem Bürgerhaus wurden etwa 50 Brieftagebücher von Georg Stahlhuth und seinem Sohn Eduard, entdeckt.
Sie umfaßten die Zeit von 1859 - 1915. Sie enthielten Entwürfe, Gutachten, Denkschriften über alte Orgeln, Kosten-voranschläge, Dispositionen für neue Orgeln, Rechnungen usw.

Josef Lüttgens, Orgelbauer, wurde zum weiteren Geschäftsführer bestellt und Herr Heinz-Josef Silverstant, Orgelbaumeister, wurde Gesellschafter.

  • 1864

    Mit 23 Jahren gründete G. Stahlhuth eine eigene Orgelbauanstalt in  seiner Vaterstadt Hildesheim. Er baute in Hildesheim mehrere Orgeln. Zwei größere Aufträge sowie einige in Aachen angeknüpfte Beziehungen veranlaßten ihn, in das entfernte Rheinland nach Aachen-Burtscheid zu ziehen. 1864 wurde ein Haus gekauft.

  • 1867

    Diese Orgel wurde als mechanische Kegellade gebaut. Von ca. 1860 - 1870 baute er Kegelladen, kam dann wieder auf die Schleiflade zurück und ging um 1890 auf die pneumatische Registerkanzellenlade über. Von Bedeutung war, daß er als einer der Ersten 1887 in Hal (Belgien) eine elektro-pneumatische Schleifladenorgel baute.

  • 1913

     Georg Stahlhuth starb am 9. Februar 1913 im hohen Alter von 82 Jahren. Georg Stahlhuth war selbst ein ausgezeichneter  Orgelspieler, besonders spielte er Werke von Bach und gehörte mit zu  den besten Orgelspielern Deutschlands.

V.l.n.r.: Georg, Ludwig und Eduard Stahlhuth
  • 1919

    Im Jahre 1919 Übernahm der Schwiegersohn von Georg Stahlhuth, Regierungsbaumeister Josef Fieth, (geb. 14.12.1871) nun die Geschäftsleitung und der langjährige SchüIer von Eduard Stahlhuth und Sohn eines Orgelbauers, Georg Haupt, (geb. 14.07.1881) die Führung der Werkstatt. Im Jahre 1930 waren bei G. Stahlhuth 2 Orgelbaumeister       (G. Haupt und Weigel), 20 Orgelbauer, 5 Lehrlinge, 1 Arbeiter, 2 kaufmännische Angestellte, 2 technische Zeichner, angestellt.

  • 1944

    Der 11.04.1944  wurde für die Orgelbauanstalt G. Stahlhuth tödlich, im wahrsten Sinne des Wortes. Durch den Fliegerangriff auf Aachen, einer der letzten aber auch schwersten Angriffe, wurde der Betrieb zerstört und begrub unter seinen Trümmern Mitarbeiter, Angestellte und auch den bisheringen Geschäftsführer, Dipl.-Ing. Eduard Peltzer und seine Gattin, sie alle hatten Brandwache. Am 02.06.1944 wurde der Orgelbaumeister Ulrich Fengler mit der Wiederbelebung der Firma beauftragt, gleichzeitig wurde er Geschäftsführer.
    Am 21.10.1944  war der Krieg in Aachen beendet. Die Orgelbauanstalt hatte Totalschaden zu verzeichnen. Auch das Archiv der Firma wurde restlos vernichtet.

  • 1948-52

    1948   waren 20 Orgelbauer, 2 Orgelbaumeister sowie 6 Angestellte beschäftigt.
    Da die Stadt Aachen zu 80% zerstört war, wurde in der Gemeinde Vicht bei Stolberg eine alte Kirche angemietet. Damit begann der Wiederaufbau der Firma G. Stahlhuth.
     Ein Büro wurde in Aachen eingerichtet.

    1952 Die Werkstatt wurde wieder nach Aachen verlegt.

Georg Stahlhuth & CO m.b.H.

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